gästebuch

EINE NACHRICHT EINGEBEN
10   <?php echo "lol" ?>
Sonntag,
10.
April 2011
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9   John Lindemann
Montag,
15.
November 2010
"Eine autoritär regierte
Männerkirche mit sexuellem Generalver-
dacht gegenüber Frauen und Verheirateten
ist eine Karikatur der Kirche Jesu Christi." Dem kann man sich von ganzem Herzen nur anschließen.

Danke Peter Paul Kaspar für den tollen Artikel zur Einsamkeit der Hirten. Ich denke sie sprechen damit vielen Menschen in der katholischen Kirche, direkt aus der Seele!

Beste Grüße

8   Herta Burger-Ringer
Sonntag,
16.
Mai 2010
Herta Burger-Ringer
Hertaburi-mexiko@yahoo.de
Ich lebe mit meinem Mann (Prof. Dr. Konrad Ratz) vorwiegend in Mexiko und freue mich jedes Mal, wenn wir nach Österreich kommen auf die Quart-Hefte. Ich bin evangelisch, habe jahrelang aktiv in Graz an ökumenischen Treffen teilgenommen, war zu tiefst enttäuscht, als alle Bemühungen des 2. Vatikanums wieder rückgängig gemacht wurden, vor allem aber, dass Papst Benedikt XVI. unsere Konfession ablehnte. Gerade jetzt wäre aber ein Zusammenrücken aller Christen gegenüber dem Islam besonders wichtig. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“. An der Vielfalt kann man gegenseitig viel lernen. Es gibt mir viel Hoffnung, dass der österreichische Akademikerverband mutig viele Missstände aufgreift oder vor allem gefiel mir der Brief an den Papst des ägyptischen Jesuiten: „Kirche am Abgrund“.
Ich könnte fast zu jedem Artikel der letzten Nummer auch meine meist sehr positiven Erfahrungen in katholischen Kirchen (in Neuseeland und Mexiko: beide Länder fern von Rom!) mitteilen, vor allem zu „Vielfalt der Liturgie“ oder ökumenisch gemischte Gottesdienste in Graz. Es steht mir nicht an, Kritik zu üben, aber gerade Frauen als Priesterinnen wären sehr wünschenswert! Ich denke an Frau DR. Herlinde Pissarek-Hudelist, langjährige Dekanin der theologischen Fakultät Innsbruck, Mutter von 4 Kindern, die mich tief beeindruckt hat.- Oder an Frau Mag. Begusch, die ebenfalls leider bereits verstorben ist. Dazu ist anzumerken, dass es auch in der evangelischen Kirche „trotz allgemeinen Priestertums“ Probleme gibt. Man wollte Frau Mag. Begusch verbieten, das Abendmahl zu reichen. Sie erhielt erst nach allgemeiner Bitte aller Kirchenbesucher die Erlaubnis dazu, und es waren die am meisten beeindruckenden und ergreifenden Eucharestiefeiern, die ich je erlebt habe! Es war, wie wenn ein göttlicher Funke auf die Abendmahlgäste herabsprang.- Hier möchte ich erwähnen, dass diese Gottesdienste in der Wochenkapelle der katholischen Kirche Kroisbach stattfanden, zu der hauptsächlich gemischt konfessionelle Ehepaare kamen und gemeinsam an den Tisch des Herrn geladen waren.
Zum Priestertum aller gläubigen evangelischern Christen möchte ich erwähnen, dass meine Mutter für mich die beste Religionslehrerin war.-
Zwei kleine Geschichten möchte ich hier noch anhängen. Vor etwa 15 Jahren hielt ein evangelischer Pastor stets in der Lutherkapelle des LKH Graz eine bemerkenswerte Predigt, die sehr oft sein katholischer Freund, ein Baumeister, besucht hat. Eines Sonntags kam dem Pastor eine dringende Angelegenheit dazwischen, aber er konnte keinen Ersatz finden. So rief er kurzerhand seinen Freund an, sagte ihm eilig die Bibelstelle, und der Baumeister, ein profunder Kenner der Bibel, hielt den Gottesdienst. Ich bin sicher, dass seine Stegreifpredigt überzeugend war, und er den Kranken Trost gab, wenn auch ohne Talar und ohne Abendmahl.-
Ich bin seit 1996 ökumenisch kirchlich verheiratet. Am Weihnachtstag dieses Jahres besuchte ich die katholische Kirche, in der wir getraut worden waren. Ich ging mit meinem Mann zur Kommunion und wurde vor allen Kirchenbesuchern mit einem kleinen Backenstreich ohne Kommunion weggeschickt.- Mein Mann, der ein pünktlicher Kirchenbesucher bis dahin war, und ich unternehmen alles gemeinsam. Nur zum Tisch des Herrn dürfen wir nicht zusammen gehen (außer in der evangelischen Kirche). Ich hatte damals große Sorgen, und es war mir ein großes Bedürfnis, die Eucharistie zu empfangen. Wie sehr uns beide die Abweisung getroffen hat, kann ich nicht schildern. Ich kann Herrn Prof. Harnoncourt nicht genug danken, dass er sich so für eucharistisches Fasten einsetzt. Ich glaube, dass ein Mensch, dem die Kommunion nichts bedeutet, ohnedies nicht hingeht.- Später erhielten wir über Vermittlung durch Frau Oberin Gleixner von Herrn Kardinal Schönborn die „Erlaubnis“ nach vorhergehender Bitte in unserer zuständigen Kirche, dass ich zur Kommunion gehen darf. Dieses Angebot haben wir abgelehnt.…

7   Simon Ebner
Montag,
10.
Mai 2010
Lieber Peter Pawlowsky!

Vielen Dank für deine rasche Antwort auf meinen Leserbrief!
Auch von meiner Seite noch ein paar kurze Anmerkungen:

Was mich an diesem Beitrag gestört hat, war nicht der Inhalt an sich, sondern die strikte Trennung zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern.
In diesem Punkt interpretiere ich den Text wohl anders als du.

Ich habe im letzten Absatz meines Schreibens nochmals betont, dass ich die Analyse von Frau Neuwirth grundsätzlich für richtig erachte, sie aber für meinen Geschmack zu stark am Bildungsniveau und nicht an den Qualitäten der einzelnen Menschen unabhängig von ihrer Ausbildung orientiert ist.

Danke auch für deine Klarstellung, dass nicht hinter jedem akademischen Grad gleich eine intellektuelle Person steckt! Auch diese Trennung kommt für mich im gegenständlichen Text kaum heraus.

Der vielleicht etwas scharfe Ton meiner Kritik liegt wohl auch daran, dass ich in diesem Thema eine gewisse Sensibilität entwickelt habe. Ich musste einfach schon sehr oft erleben, wie sich Akademiker (oft auch in ihrem "Spezialgebiet") von Nicht-Akademikern belehren lassen mussten.

Ich denke, dass unabhängig vom Ausbildungsgrad, der Hausverstand und die Motivation mit der man an eine Sache herangeht, die wichtigsten Eigenschaften sind. Egal ob Akademiker oder nicht.

Ich wünsche dir noch eine schöne Woche und freue mich auf ein Wiedersehen, bei Gelegenheit,

beste Grüße,

Simon Ebner

6   Kommentar von: Peter Pawlowsky
Montag,
10.
Mai 2010
Lieber Simon Ebner,

ich kann Deine scharfe Kritik nicht nachvollziehen. Es ist nicht nur von Akademikern, sondern auch von Intellektuellen die Rede, deren bisweilen ungebührliche Arroganz wird treffend kritisiert, und wie es in Gemeinderäten zugeht, weiß die Autorin wahrscheinlich am besten.
Es geht also nicht um die Titel Dr. oder Mag., aber dass solche allein bisweilen ein Anlass zur Ausgrenzung liefern, ist evident, und das, obwohl beleibe nicht hinter jedem Titel eine intellektuelle Person steckt.

Wir können das Phänomen sehr gut in der „großen“ Politik beobachten. Die Ruhigen und Gescheiten, sie mögen Titel haben oder nicht, unterliegen den Populisten. Sogar aus den Pfarrgemeinderäten haben sich Lehrer und Apotheker, Ärzte und Techniker in den letzten Jahren zurückgezogen. Und was die Fähigkeit betrifft, Rechnungsabschlüsse zu lesen, so ist diese weder in Gemeinderäten noch im Nationalrat sehr verbreitet. Die Sache ist sehr ernst: Hier stoßen wir an die Grenzen demokratischer Mitbestimmung in einer sehr kompliziert gewordenen Welt. Aber das ist weites Thema.

Dennoch danke für Deinen Brief! Wir freuen uns über jede Reaktion. Und aus manchen könnte eine nützliche Debatte entstehen.

Herzliche Grüße
Peter Pawlowsky

5   Simon Ebner
Donnerstag,
06.
Mai 2010
Liebe Quart Redaktion!

Ich möchte euch/Ihnen vorweg zur letzten Quart-Ausgabe (01/2010) gratulieren. Besonders die Betrachtungen zur Liturgiereform von Peter Paul Kaspar fand ich sehr interessant.

Wie das leider mit Kritik und Feedback so ist (man hört nichts, wenn alles passt und hört umsomehr, wenn einmal etwas nicht passt) schreibe ich, um euch/Ihnen meine Verwunderung und meinen Ärger über den Artikel "Tausend Euro-Bar auf die Hand" von Gabriele Neuwirth mitzuteilen.

Ich stimme zwar grundsätzlich mit ihrer Analyse überein, dass in der (Gemeinde)politik viele wichtige Vorhaben und Reformen an Feigheit, Opportunismus und Kurzsichtigkeit scheitern.
Auch trifft es sicher zu, dass viele "brilliante politische Köpfe" das Handtuch werfen, weil sie der Undank oder sogar Neid den man für politische Arbeit erntet früher oder später einfach frustriert.

Aber warum Akademiker/innen hier auf einen solchen Sockel gehoben werden, ist mir nicht klar. In diesem Artikel schwingt eine derartige "akademische Arroganz" mit, die ich in der "Quart" nicht erwartet hätte.

Es wird der Eindruck erweckt, Akademiker hätten eine Aufgabe zu bewältigen, die der "Bürde des weißen Mannes" aus dem Imperialismus entspricht und (zugereiste) Akademiker müssten die Landgemeinden zivilisieren. Nur leider begegnen ihnen die rohen und ungebildeten Landbewohner (besonders jene, die bereits im Gemeinderat sitzen) mit Abneigung, drängen sie aus der Gemeinschaft raus und wollen sie in Gesangsvereinen abschieben, wo sie niemanden stören.
Und das nur, weil die Eingeborenen eben nicht alles, was der zugereiste Akademiker oder die zugereiste Akademikerin von sich gibt, einfach glauben.

Wenn ein Akademiker, wie es im Text heißt, seinen Hochmut(!) zuerst ausmerzen muss, wenn er in der Gemeinde arbeiten will (wird davon ausgegangen, jeder Akademiker sei hochmütig oder ist Hochmut hier als Tugend zu verstehen?), ist er/sie wohl in einem Gemeinderat fehl am Platz. Hochmut hat in einem Gremium, deren Mitglieder auf gleicher Augenhöhe stehen, nichts verloren.

Schade, dass ein Text, der grundsätzlich strukturelle Probleme von Gemeinde- bis Bundespolitik gelungen anspricht, eben diese Probleme in erster Linie am Ausbildungsniveau der handelnden Personen aufhängt.
Würde dieser Text mit gleichem Inhalt z.B. nur zwischen kritischen, fortschrittlichen Gemeindebürger/innen und veränderungsresistenten Raunzern unterscheiden, würde er meine volle Zustimmung finden. Aber dieses strikte Abstellen auf einen Hochschulabschluss kann ich nicht nachvollziehen.
In Kommentaren wie diesen sehe ich einen Hauptgrund für das scheinbar "intellektuellenfeindliche Milieu der ländlichen Gemeinderäte".

Ich verbleibe mit schönen Grüßen und freue mich auf die kommende Ausgabe der Quart,

euer/Ihr,


Simon Ebner

4   Dr. Hans J. Stetter
Freitag,
09.
April 2010
Zur Stellungnahme des KAVÖ-Gesamtvorstands am 20.3.

Stimme mit der ausgedrückten Meinung voll überein.
Nach der Teilnahme am Buss-Gottesdienst am 31.3. habe ich am 6.4. an die Plattform "Wir sind Kirche" folgendes geschrieben:

Lieber Herr Ing. Hurka!
Wirklich wie ein Geschenk des Heiligen Geistes ist durch die Idee des Buss-Gottesdienstes und durch seine Realisierung eine Solidarität wischen
dem Kirchenvolk und der Leitung der Diözese Wien sichtbar geworden. Es wird jetzt ganz wichtig sein, klug und vorsichtig mit diesem Geschenk umzugehen, damit es nicht wieder verloren geht, sondern Früchte trägt.

Meines Erachtens könnte diese Solidarität am besten weiter wachsen und gedeihen durch gemeinsame Projekte. Und was bietet sich besser dafür an, als einige der in den Buss-Bekenntnissen angesprochenen "Schieflagen" der Kirche. Es hilft ja nicht wirklich, sie nur zu bekennen, sondern jetzt muss man versuchen, sie zu beseitigen oder mindestens zu mildern.
Ich denke dabei z.B. an die folgenden zwei Bekenntnis-Abschnitte:
"Wir bekennen, dass wir die Leiblichkeit nicht wertgeschätzt haben und an der Aufgabe, Sexualität gut zu leben, gescheitert sind".
und "Wir bekennen, begehrt zu haben nach Sicherheit, Ruhe, Macht und Ansehen."
(z.B. bei Bischofsernennungen)
Aber es sind auch andere Bekenntnisse eventuell geeignet.
Wenn man dann sich auf den abschliessenden Abschnitt "Wir sind bereit, unsere Verantwortung für Geschichte und Gegenwart anzunehmen, einzeln und gemeinsam; wir sind bereit, unsere Denk- und Handlungsmuster aus dem Geist Jesu zu erneuern und an der Heilung der Wunden mitzuwirken. Wir stellen uns als Kirche in das Gericht Christi."
beruft, dann kann doch ein Wunsch nach gemeinsamer Behandlung dieser Probleme vom Kardinal und vom Ordinariat nicht zurückgewiesen werden. Es könnten dann Kommissionen aus Klerikern, Theologen und Laien zu diesem
Zweck gebildet werden, die wirklich ernsthaft und vorerst ohne Vorbehalte diskutieren und mögliche Abhilfen vorschlagen. Das würde die Zusammenarbeit zwischen Amtskirche und Kirchenvolk festigen und normalisieren, und genau
darauf kommt es jetzt an. In seiner Bedeutung geht das weit über den jetzigen traurigen Anlass hinaus!
Bitte diskutieren Sie diesen Vorschlag im Führungsgremium von "Wir sind Kirche". Eile tut hier Not, sonst ist das Erlebnis vom 31.3.
wieder "verraucht"!
Mit den besten Wünschen und mit freundlichen Grüssen, Hans J. Stetter

3   Friedrich Griess
Mittwoch,
07.
April 2010
Betrifft: Missbrauch - Bedauern ist zu wenig

Das endliche mediale Hervorbrechen der schon lange im Verborgenen schwelenden Missbrauchsskandale ist für mich Gottes "Wink mit dem Zaunpfahl", das "Aggiornamento" unserer Kirche ernstlich anzugehen. Die bisherige Verteidigungsstrategie der Kirchenführung (1. "Außerhalb der Kirche gibt es mehr Missbrauch", 2. "Zölibat führt nicht zu Pädophilie") ist obsolet, und das Bedauern der bisherigen Opfer lenkt eher von der dringend nötigen Vorbeugung zum Schutz zukünftiger Opfer ab. Wenn die "Rückbesinnung auf den Geist Jesu" beschworen wird, dann darf dies nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, denn Jesus trat weder für einen Pflichtzölibat der Amtsträger noch für eine Zweiklassengesellschaft in der Kirche ein. Deshalb begrüße ich die Öffentliche Stellungnahme des KAVÖ-Gesamtvorstands vom 20.März 2010.

2   Veronika Pernsteiner
Samstag,
26.
Dezember 2009
Gratulation und Danke für den interessanten Inhalt von Quart 4/2009 zum Thema Integration: Die ungelöste Aufgabe.

Heide Pils schreibt im Vorspann auf S. 11:..."Land der Menschen" gibt es nicht mehr...
Die Homepage "www.landdermenschen.at" zeigt aber, dass es im Bundesland Oberösterreich ein aktives "Land der Menschen" gibt.

Freundliche Grüße von Veronika Pernsteiner

1   Angelika Wilmes
Freitag,
10.
April 2009

Seit zwei Jahren kenne und seit einem Jahr beziehe ich Quart und freue mich immer auf die Lektüre. Erstaunlich finde ich die Vielfalt der Themen und besonders interessant die theologischen Artikel, die immer den Nagel auf den Kopf treffen.
Ich wünsche weite Verbreitung!

Angelika Wilmes, Münster, Westfalen

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